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Beispielbefund Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Hier können Sie einen Beispielbefund und die dazugehörige Erklärung lesen. Damit möchten wir Sie dabei unterstützen, eigene Befunde besser zu verstehen.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier um einen Beispielbefund handelt. Die Inhalte und Abkürzungen können nicht unbedingt auf den persönlichen Einzelfall übertragen werden und ersetzen kein Arztgespräch. Wenn Sie Fragen zu Ihrem eigenen Befund haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die unterstrichenen Wörter, um hervorzuheben, welche Erklärung zu welchem Fachbegriff gehört.

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Befund

Übersetzung
Die Abkürzung „AMD“ steht hier für die Augenkrankheit „Altersabhängige Makula-Degeneration“.
Wenn Licht in das Auge fällt, gelangt es auf die Netzhaut. Das ist eine Schicht innen im Auge. In der Netzhaut gibt es viele Sinneszellen, die Licht wahrnehmen können. Sie ermöglichen es, Farben zu sehen sowie zwischen hell und dunkel zu unterscheiden.
Es gibt eine Stelle auf der Netzhaut, die gelblich aussieht. Das ist die Makula lutea, der sogenannte „gelbe Fleck“. In der Mitte des gelben Flecks gibt es besonders viele Sinneszellen. Mit Hilfe dieser Stelle ist es möglich, scharf zu sehen.
Bei der Erkrankung AMD ist der Stoffwechsel im Auge gestört. Dadurch sammeln sich Abfallprodukte im gelben Fleck an. Die Abfallprodukte führen dazu, dass die Zellen im gelben Fleck geschädigt werden. Häufig sind beide Augen betroffen.
Bei der AMD kommt es zu Sehstörungen, die mit der Zeit zunehmen. Patientinnen und Patienten fällt es typischerweise schwer, etwas deutlich zu erkennen. Gegenstände, die man scharf sehen möchte, sehen möglicherweise verschwommen oder verzerrt aus. So kann zum Beispiel das Lesen oder Autofahren Probleme bereiten.
Sie sind in die Sprechstunde gekommen. Es ist bekannt, dass Sie auf beiden Seiten eine AMD haben.
Sie sehen von schräg vorn in ein Auge.
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3
1
Licht, das ins Auge fällt
2
Netzhaut
3
ungefähr hier befindet sich der gelbe Fleck
Ihre Erkrankungen:
„RA“ ist hier die Abkürzung für das rechte Auge.
Man unterscheidet die trockene und die feuchte Form der AMD. Die trockene Form der Erkrankung ist häufiger als die feuchte. Bei der trockenen Form sammeln sich Abfallprodukte im gelben Fleck an und schädigen die Zellen. Es kommt allmählich zu Sehstörungen. Die trockene Form der AMD schreitet langsam voran.
Sie haben am rechten Auge die trockene Form der AMD.
„LA“ ist hier die Abkürzung für das linke Auge.
Bei der feuchten Form der AMD sammeln sich ebenfalls Abfallprodukte im gelben Fleck an. Zusätzlich bilden sich neue Blutgefäße unter der Netzhaut. Diese Blutgefäße sind nicht so dicht wie normalerweise. Dadurch können Blut und Flüssigkeit in die Netzhaut sickern, was die Zellen dort schädigt. Bei der feuchten Form kann sich das Sehen deutlich schneller verschlechtern als bei der trockenen Form. Es ist möglich, dass sich aus einer trockenen Form der AMD eine feuchte Form entwickelt.
Sie haben am linken Auge die feuchte Form der AMD.
„ND“ ist hier die Abkürzung für Neben-Diagnosen.
Ihre weiteren Erkrankungen:
Wenn man in das Auge schaut, sieht man in der Mitte ein schwarzes Loch. Das ist die Pupille. Hinter der Pupille befindet sich die durchsichtige Augenlinse. Die Augenlinse ist wichtig, um scharf zu sehen.
Die Augenlinse kann in einer Operation durch eine künstliche Linse ersetzt werden. Ein häufiger Grund für diese Operation ist der „Graue Star”. Bei dieser Erkrankung wird die Augenlinse trüb und man kann nicht mehr richtig sehen.
Sie haben sowohl am rechten Auge als auch am linken Auge eine künstliche Linse. Am rechten Auge wurde diese 2019, am linken Auge 2020 eingesetzt.
Sie sehen von schräg vorn in ein Auge.
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1
Pupille
2
Augenlinse
Ihre weiteren Erkrankungen:
Es gibt Faktoren, die das Risiko für eine AMD erhöhen. Dazu gehören ein höheres Alter und Rauchen. Auch wenn AMD bei Familienangehörigen aufgetreten ist, ist das Risiko für die Erkrankung höher. Bei einigen Faktoren ist man sich noch nicht sicher, ob sie das Risiko für AMD erhöhen. Dazu gehört Bluthochdruck.
Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Schlagadern des Körpers über einen längeren Zeitraum zu hoch. Wenn man über einen längeren Zeitraum Bluthochdruck hat, dann kann das die Blutgefäße oder das Herz schädigen.
Sie haben Bluthochdruck.
Ihre Krankengeschichte:
Sie sind bei der Ärztin oder dem Arzt, weil Sie schlechter sehen können als bisher. Es ist bereits bekannt, dass Sie auf beiden Seiten eine trockene AMD haben.
Auf dem linken Auge konnten Sie innerhalb der letzten 2 Wochen immer schlechter sehen. Das ist Ihnen besonders beim Lesen aufgefallen.
Auf Ihrem rechten Auge haben Sie keine Veränderung des Sehens bemerkt.
„n. B.“ ist hier die Abkürzung für „nach Bedarf“. „TEM“ ist hier die Abkürzung für Tränen-Ersatz-Mittel. Das sind befeuchtende Augentropfen.
Wenn es nötig ist, führen Sie zurzeit eine Behandlung mit Augentropfen durch. Sie nehmen dann Augentropfen, die das Auge befeuchten.
Untersuchungen:
Sehschärfe:
Die Sehschärfe ist ein Maß dafür, wie gut man sehen kann. Sie kann durch verschiedene Tests bestimmt werden. In der Regel nutzt man dafür Tafeln mit Zeichen wie Buchstaben oder geöffneten Ringen. Dabei gilt: Je besser die Sehschärfe ist, desto kleinere Zeichen lassen sich erkennen.
Das Testergebnis wird mit den Buchstaben „sc“ oder „cc“ angegeben. „sc“ bedeutet, dass beim Test keine Sehhilfen wie Brillengläser verwendet wurden. Wenn beim Test zum Beispiel eine Brille verwendet wurde, wird die Sehschärfe mit den Buchstaben „cc“ angegeben.
Welche Werte normal sind, ist vom Alter abhängig.
An Ihrem rechten Auge haben Sie ohne Sehhilfe eine Sehschärfe von 0,5. Mit Brillengläsern haben Sie eine Sehschärfe von 0,6. Die Stärke der Brillengläser ist als Zahlenwert angegeben. „p“ bedeutet hier, dass Sie beim Test ein Zeichen nicht richtig erkannt haben.
Die Abkürzung „G.b.n.“ steht für „Gläser bessern nicht“.
An Ihrem linken Auge haben Sie ohne Sehhilfe eine Sehschärfe von 0,1. Dieser Wert lässt sich durch Brillengläser nicht verbessern.
Augen-Innendruck:
Im vorderen Bereich des Auges gibt es die Augen-Kammern. Durch diese Kammern fließt das Kammerwasser. Wenn das Kammerwasser nicht richtig abfließt, kann sich der Augen-Innendruck erhöhen. Es ist dann möglich, dass es zu Sehstörungen kommt.
Es gibt verschiedene Tests, um den Augen-Innendruck zu messen. Manchmal wird dafür zum Beispiel ein Luftstoß in das Auge gepustet. Man gibt den Augen-Innendruck in der Einheit „mmHg“ an.
Am rechten Auge haben Sie einen Augen-Innendruck von 19 mmHg. Am linken Auge haben Sie einen Augen-Innendruck von 20 mmHg.
Amsler-Test:
Beim Amsler-Test wird eine Test-Tafel genutzt, auf der ein gerades Gittermuster abgedruckt ist. Die Patientin oder der Patient soll abwechselnd mit einem Auge auf die Mitte der Tafel schauen. Dabei sollten die Linien vollständig und gerade zu sehen sein.
Der Amsler-Test kann Hinweise auf Erkrankungen der Netzhaut geben. Bei einer AMD können die Linien verzerrt, also verkrümmt oder wellig aussehen. Es ist auch möglich, dass man einen Teil der Linien gar nicht sieht.
Mit dem rechten Auge haben Sie die Linien beim Amsler-Test etwas verzerrt gesehen.
Mit dem linken Auge haben Sie die Linien beim Amsler-Test stark verzerrt gesehen.
Vordere Augenabschnitte:
Zu den vorderen Augenabschnitten gehören die Bereiche des Auges bis zur Augenlinse. Die vorderen Augenabschnitte können mit einer Spaltlampe untersucht werden. Die Spaltlampe ist ein besonderes Mikroskop mit Licht. Bei der Untersuchung kann man zusätzlich verschiedene Lupen einsetzen.
Beide Augen:
Die Augenlider schützen das Auge von außen. Bei Schlupflidern ist die Haut am Augenlid schlaff. Sie kann dadurch über den unteren Rand des oberen Augenlids hängen.
Sie haben Schlupflider.
„BH“ ist hier die Abkürzung für die Bindehaut.
Die Bindehaut bedeckt die Innenseite der Augenlider und einen Teil des vorderen Augapfels. Sie ist gut durchblutet und wichtig für die Abwehr von Krankheiten. Man kann sich die Bindehaut zum Beispiel anschauen, wenn man das untere Augenlid ein wenig herunterzieht.
Ihre Bindehaut ist an beiden Augen nicht entzündet.
„HH“ ist hier die Abkürzung für die Hornhaut am Auge.
Der vorderste Teil des Auges ist von der Hornhaut bedeckt. Sie ist durchsichtig und schützt das Auge. Hinter der Hornhaut kann man die farbige Regenbogenhaut und die Pupille erkennen.
Ihre Hornhaut sieht an beiden Augen glatt und durchsichtig aus.
Sie sehen von vorn in ein Auge.
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4
1
Hornhaut
2
Regenbogenhaut
3
Pupille
4
Augenlinse
Um die Regenbogenhaut können sich in der Hornhaut Fette ablagern. Dies ist als weißer oder gelblicher Ring sichtbar. Im Alter ist das normal.
Man sieht an beiden Augen einen hellen Ring aus Fettablagerungen um Ihre Regenbogenhaut.
„VK“ ist hier die Abkürzung für die vordere Augen-Kammer. Sie liegt zwischen der Hornhaut und der Regenbogenhaut. In ihr befindet sich Kammerwasser.
Ihre vordere Augen-Kammer ist an beiden Augen tief, also nicht zu flach. Man sieht keine fremden Stoffe wie Entzündungs-Zellen darin.
Ihre Regenbogenhaut ist an beiden Augen nicht entzündet.
Durch die Pupille fällt das Licht in das Auge. Je nachdem wie hell es ist, wird die Pupille enger oder weiter. Um bei einer Untersuchung gut in das Innere des Auges schauen zu können, kann die Ärztin oder der Arzt davor ein Medikament in das Auge tropfen. Dieses führt dazu, dass die Pupille weit wird.
Ihre Pupillen sehen rund aus und sind durch ein Medikament weit.
„IOL“ ist die Abkürzung für Intra-Okular-Linse. Das ist eine künstliche Linse.
Ihre künstliche Linse befindet sich an beiden Augen dort, wo sie sein soll.
Rechtes Auge:
„LIPCOF“ ist die Abkürzung für „Lidkanten-parallele konjunktivale Falten“. Das sind Falten in der Bindehaut, die bei trockenen Augen entstehen.
Normalerweise wird das Auge durch die Tränenflüssigkeit gut befeuchtet. Das Auge kann jedoch aus unterschiedlichen Gründen zu trocken sein. Wenn das Auge trocken ist, kann es zum Beispiel brennen oder gerötet sein.
Sie haben am rechten Auge Falten in der Bindehaut, die bei trockenen Augen entstehen.
Augen-Hintergrund:
Die Abschnitte des Auges hinter der Augenlinse können auf verschiedene Weise untersucht werden. Man kann dafür zum Beispiel eine Spaltlampe und eine Lupe nutzen.
Rechtes Auge:
Zwischen der Augenlinse und der Netzhaut befindet sich der Glaskörper. Er bildet den größten Teil des Auges und besteht vor allem aus Wasser.
Normalerweise ist der Glaskörper durchsichtig. Besonders im Alter können in ihm jedoch trübe Stellen entstehen. Es kann dann sein, dass man kleine dunkle Punkte oder Fäden sieht. Diese bewegen sich mit der Blickrichtung mit.
Sie haben Glaskörper-Trübungen.
Die Sinneszellen in der Netzhaut erfassen Informationen über das, was man sieht. Diese Informationen werden dann an den Seh-Nerv und schließlich an das Gehirn weitergegeben.
Die Stelle, an der der Seh-Nerv durch die Netzhaut tritt, ist der blinde Fleck. An dieser Stelle kann die Netzhaut keine Informationen erfassen. Das Gehirn verarbeitet die Informationen aber so, dass man ein vollständiges Bild sieht.
Sie sehen von schräg vorn in ein Auge.
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2
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4
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1
Augenlinse
2
Glaskörper
3
Netzhaut
4
Seh-Nerv
5
Blinder Fleck
„rs“ ist hier die Abkürzung für randscharf. Das bedeutet, dass etwas gut vom umgebenden Gewebe abzugrenzen ist.
Ihr Seh-Nerv sieht am blinden Fleck gelb und gut durchblutet aus. Er ist gut vom umgebenden Gewebe abzugrenzen.
An der Stelle, wo der Seh-Nerv in die Netzhaut eintritt, hat er in der Mitte eine Delle. Bei der Untersuchung wird gemessen, wie groß das Verhältnis zwischen der Delle im Seh-Nerv und seinem gesamten Durchmesser ist.
Bei Ihnen beträgt das Verhältnis zwischen der Delle im Seh-Nerv und seinem gesamten Durchmesser 0,2.
Bei der AMD ist der Stoffwechsel im Auge gestört. Dadurch sammeln sich Abfallprodukte im gelben Fleck an. Die Abfallprodukte führen dazu, dass die Zellen im gelben Fleck geschädigt werden.
„PV“ steht hier für „Pigmentverschiebungen“. In der Netzhaut gibt es eine Schicht mit dunkler gefärbten Zellen. Bei der AMD ist diese Schicht verändert. In manchen Bereichen fehlen die dunkleren Zellen, in anderen Bereichen sammeln sich besonders viele dunklere Zellen an. Das nennt man Pigmentverschiebungen.
Im gelben Fleck sieht man bei Ihnen Ansammlungen von Abfallprodukten in der Netzhaut. Die dunklen Zellen der Netzhaut sind bei Ihnen an dieser Stelle unregelmäßig verteilt.
„PD“ steht hier für den Durchmesser des Seh-Nervs. Mit diesem Maß lässt sich bei Augen-Untersuchungen beschreiben, wie groß etwas ist.
An der zur Schläfe hin gelegenen Seite des gelben Flecks sieht man bei Ihnen 2 rundliche Stellen. An diesen Stellen sieht es so aus, als ob sich das Gewebe verkleinert. Die Stellen sind jeweils so groß wie ein Viertel des Durchmessers des Seh-Nervs.
In Ihrer Netzhaut scheint sich keine Flüssigkeit eingelagert zu haben.
„KZ“ steht hier für Kreuzungszeichen. Das ist eine Veränderung der Blutgefäße in der Netzhaut, die durch Bluthochdruck entstehen kann. Bei Bluthochdruck können sich Blutgefäße mit der Zeit verhärten und verengen.
Bei Ihnen sieht man leichte Blutgefäß-Veränderungen, die typisch für einen länger bestehenden Bluthochdruck sind. Ansonsten sehen die Blutgefäße normal aus.
Die Angabe „Uhr“ kann genutzt werden, um die Lage von Veränderungen zu beschreiben. Wie auf einem Ziffernblatt ist dabei zum Beispiel 12 Uhr oben und 6 Uhr unten.
Unten in der Mitte sieht man bei Ihnen gutartige Veränderungen in der Netzhaut, die aussehen wie Pflastersteine.
Ansonsten sehen die äußeren Anteile Ihrer Netzhaut unauffällig aus.
Ihre Netzhaut liegt rundum am Untergrund an.
Linkes Auge:
Sie haben Glaskörper-Trübungen.
Ihr Seh-Nerv sieht am blinden Fleck gelb und gut durchblutet aus. Er ist gut vom umgebenden Gewebe abzugrenzen.
Bei Ihnen beträgt das Verhältnis zwischen der Delle im Seh-Nerv und seinem gesamten Durchmesser 0,3.
In Ihrem gelben Fleck hat sich Flüssigkeit eingelagert.
Die Blutgefäße in Ihrer Netzhaut sehen normal aus.
Die äußeren Bereiche Ihrer Netzhaut sehen unauffällig aus.
Ihre Netzhaut liegt rundum am Untergrund an.
OCT-Untersuchung des gelben Flecks:
„OCT“ steht für Optische Kohärenz-Tomografie. Mit dieser Untersuchung kann man die hinteren Schichten des Auges genauer untersuchen. Zu den hinteren Schichten gehört zum Beispiel die Netzhaut.
Bei der Untersuchung wird ein spezielles Licht in das Auge gesendet. Die verschiedenen Gewebe werfen das Licht unterschiedlich zurück. Das zurückgeworfene Licht wird gemessen und in Bilder umgewandelt.
Rechtes Auge:
In der Mitte des gelben Flecks gibt es besonders viele Sinneszellen. Mit Hilfe dieser Stelle ist es möglich, besonders scharf zu sehen. Man nennt diese Stelle auch Sehgrube.
Bei Ihnen gibt es mehrere Bereiche, in denen die dunkler gefärbten Zellen in der Netzhaut abgenommen haben. Die Sehgrube ist von dieser Veränderung nicht betroffen.
Es gibt bei Ihnen einzelne Ablagerungen von Abfallstoffen. Ansonsten sieht die Oberfläche glatt aus.
An der Sehgrube ist die Netzhaut normalerweise etwas abgesenkt.
Bei Ihnen ist die Sehgrube normal abgesenkt.
In Ihrer Netzhaut hat sich keine Flüssigkeit eingelagert.
Linkes Auge:
In Ihren gelben Fleck hat sich Flüssigkeit eingelagert.
In Ihrer Netzhaut und unter Ihrer Netzhaut gibt es Flüssigkeit. Diese ist im Vergleich zur letzten Untersuchung neu aufgetreten. Die Flüssigkeit befindet sich in der Mitte und im unteren Bereich Ihres gelben Flecks.
Es gibt einzelne Ablagerungen von Abfallstoffen.
Bei Ihnen ist die Sehgrube nicht abgesenkt.
Spezial-Untersuchung der Blutgefäße:
„FAG“ ist die Abkürzung für Fluoreszenz-Angiografie. Mit Hilfe dieser Untersuchung lassen sich die Blutgefäße der Netzhaut genauer untersuchen.
Die Ärztin oder der Arzt spritzt dafür zunächst eine spezielle Flüssigkeit in ein Blutgefäß am Arm. Diese Flüssigkeit verteilt sich dann in den Blutgefäßen im Körper. Währenddessen werden Bilder von der Netzhaut aufgenommen. Durch die Flüssigkeit erscheinen die Blutgefäße hell und sind gut zu erkennen.
Rechtes Auge:
Es wurde die Zeit gemessen, in der sich die Flüssigkeit vom Blutgefäß im Arm bis zu den Blutgefäßen der Netzhaut verteilt hat. Diese Zeit ist bei Ihnen normal.
Bei Ihnen sieht man gut abgegrenzte Stellen, die heller sind als normal. Diese Stellen befinden sich an der zur Schläfe hin gelegenen Seite des gelben Flecks.
Bei der Untersuchung unterscheidet man eine Frühphase und eine Spätphase. In der Frühphase verteilt sich die Flüssigkeit in den Blutgefäßen der Netzhaut, in der Spätphase fließt sie wieder heraus.
An den Blutgefäßen Ihrer Netzhaut sieht man keine undichten Stellen, aus denen die Flüssigkeit austritt. Das hat man in der Frühphase und in der Spätphase untersucht.
Linkes Auge:
Die Zeit, in der sich die Flüssigkeit vom Arm bis zu den Blutgefäßen der Netzhaut verteilt hat, ist bei Ihnen normal.
An Blutgefäßen Ihrer Netzhaut sieht man undichte Stellen, aus denen die Flüssigkeit austritt. Diese Stellen befinden sich in der Sehgrube und unten im gelben Fleck. Man hat dies in der Spätphase gesehen.
Zusammenfassung:
In der heutigen Untersuchung hat man gesehen, dass Sie am linken Auge eine feuchte Form der AMD haben. Diese ist neu aufgetreten.
Durch die Erkrankung hat sich Ihre Sehschärfe deutlich verschlechtert. Das letzte Mal hatten Sie eine Sehschärfe von 0,6. Heute hatten Sie eine Sehschärfe von 0,1. „pp“ bedeutet, dass Sie beim Test 2 Zeichen nicht richtig erkannt haben.
Sie haben die Linien beim Amsler-Test stark verzerrt gesehen.
An Ihrem rechten Auge haben Sie eine trockene AMD. Die Erkrankung hat sich an diesem Auge nicht verschlechtert.
Das Ziel der Behandlung der AMD ist es, die Sehschärfe so gut wie möglich zu erhalten. Leider gibt es keine Behandlung, die sich gegen die Ursache der Erkrankung richtet.
Vergrößernde Sehhilfen wie Lupen können Patientinnen und Patienten beim Lesen helfen. Man sollte zudem nicht rauchen und darauf achten, dass der Blutdruck gut eingestellt ist. Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungs-Ergänzungsmittel wie Antioxidantien und Zink den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Mit Hilfe des Amsler-Tests lässt sich auch zuhause regelmäßig überprüfen, ob sich das Sehen verschlechtert hat.
Bei der feuchten Form der AMD können außerdem Medikamente zum Einsatz kommen. Diese wirken gegen die Neubildung von Blutgefäßen. Die Medikamente werden in einer Operation in den Glaskörper gespritzt. In einigen Fällen werden auch andere Operationen durchgeführt.
Ihnen wurde empfohlen, am linken Auge eine Behandlung mit einem Medikament zu beginnen. Das Medikament wird in den Glaskörper gespritzt. Es wirkt dagegen, dass sich Blutgefäße neu bilden und Flüssigkeit aus den Blutgefäßen austritt.
Das Medikament muss mehrmals im Abstand von mehreren Wochen gegeben werden. Je nachdem wie gut das Medikament bei Ihnen wirkt, sollen diese Abstände während der Behandlung verlängert werden. Mit Ihnen wurden Termine für die Behandlung vereinbart.
Darüber hinaus sollen Sie weiterhin zuhause regelmäßig selbst überprüfen, ob sich Ihr Sehen verschlechtert. Sie sollen dafür den Amsler-Test nutzen.

Selbsthilfe bei AMD

Hier finden Sie Kontaktdaten zu einer Selbsthilfe-Organisation, bei der Sie weitere Unterstützung im Umgang mit AMD erhalten können.

PRO RETINA Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
PRO RETINA Deutschland e. V. - Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
Mozartstr. 4 - 10
53115 Bonn